Die Zitrone - ein Multitalent

Die Zitrone - ein Multitalent

Zitronen und ihr Saft sind gesund und wahre Bodyguards des Immunsystems. So soll das darin enthaltene Vitamin C Erkältungen seltener ausbrechen lassen oder nach Ausbruch die Symptome mildern. Der Mix aus frisch gepresstem Zitronensaft und warmem Wasser gilt als einfaches wie bewährtes Heilmittel. Die Zitrone ist aber auch beim Kochen eine wichtige Zutat, und ganz nebenbei kann ihr frischer Duft üble Gerüche vertreiben.

Bildquelle: bab.ch/StockFood/Ludger Rose

Eine Power-Dosis Vitamin C

Eine Power-Dosis Vitamin C
Die Zitrone hat einen hohen Anteil an Vitamin C.

Eine reife Zitrone gibt ca. 6 Esslöffel Saft, das entspricht 90 bis 100 ml. Die Vitamin-C-Tagesdosis für eine erwachsene Person liegt bei 100 mg. Mit 190 g Zitronenfleisch oder -saft würden Sie diese Menge also bereits abdecken. Zu viel Vitamin C, sodass es dem Körper schadet, kann man über normale Lebensmittel nicht zu sich nehmen. Vitamin C zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Das heisst, der Körper scheidet bei einem Überangebot die meisten Vitamine, ohne Nebenwirkungen, wieder aus. Trotzdem macht es keinen Sinn, literweise Zitronensaft oder Zitronenwasser zu trinken, weil die Säure die Zähne angreift.

Vorsicht ist bei Vitaminpräparaten geboten, da eine Überdosis zu Nierensteinen führen kann.

Frisch ist gesund

Frisch ist gesund
Gut verschlossen kann Zitronensaft auch vitaminschonend bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Vitamin C wird leicht abgebaut, wenn es in Kontakt mit Hitze oder Licht kommt. Um den Verlust zu begrenzen, sollte der Zitronensaft wann immer möglich frisch gepresst eingenommen werden. In einem Schäleli mit einem Deckel, der gut verschliesst kann der Saft aber vitaminschonend bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Wird Zitrone erhitzt, liegt der Vitaminverlust bei ca. 30 Prozent. Deshalb nicht den Zitronensaft erhitzen. Geben Sie besser den frisch gepressten Zitronensaft in warmes (nicht heisses) Wasser. Warme Getränke enthalten etwas weniger Vitamine, dafür erweitern sich die Blutgefässe im Magen- und Darmbereich. Somit wird der Zitronensaft schneller ins Blut aufgenommen, und auch die gewünschte Heilwirkung tritt früher ein. Generell enthalten frisch gepresste Säfte im Vergleich zu Saft aus Konzentrat natürliche Vitamine im richtigen Verhältnis zu den anderen Pflanzeninhaltsstoffen.

Dank Vitamin C aus Zitronen kann Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln im Körper besser aufgenommen werden. Das ist besonders wichtig für Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren.

Zitronenpresse Vital

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Saures Multitalent in der Küche

Saures Multitalent in der Küche
Zitrone ist neben Salz die zweitwichtigste Zutat in der Küche. Auch im Birchermüesli hat es Zitrone drin.

Zitronensaft oder Zitronenschale gehören nach Salz zu den wichtigsten Zutaten beim Kochen. Zitronensaft ist milder als Essig und ein sehr beliebtes Mittel zum Würzen und Verfeinern unterschiedlichster Gerichte wie Fisch, Fleisch, Getreide, Salate, Desserts oder Kuchen. In der Schale steckt viel ätherisches Zitronenöl, das dem Essen eine feine Note gibt.

Bestandteil des Original-Birchermüesli
Der Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867-1939) gilt als Pionier der Vollwertkost, die er zu therapeutischen Zwecken empfahl. Ihm haben wir Birchermüesli, das er schlicht «d Spys» nannte, zu verdanken. Das Original-Birchermüesli enthält Äpfel – samt Schale und Kerngehäuse, eine Nussmischung aus Baum- und Haselnüssen sowie Mandeln, eingeweichte Haferflocken, Kondensmilch und den Saft einer halben Zitrone. Aus dem Urrezept haben sich im Laufe der Zeit unzählige Varianten entwickelt.

Wichtig: Zitronenschale sollte nur von unbehandelten Zitronen (Bio) verwendet werden. Vor Gebrauch muss die Schale mit warmem Wasser gewaschen werden.

Rezept: Birchermüesli

Zitrone im Einsatz

Zitrone im Einsatz
1. Hübsch angerichtet
Gewaschene Zitrone mit einem spitzen Messer in dünne Scheiben schneiden. Diese bis zur Mitte einschneiden, mit einer Drehbewegung zu einer Spirale formen.
Zitrone im Einsatz
2. Zitroneneiswürfel
Zitrone oder Limette in Scheiben oder Schnitze schneiden, auf einen mit Klarsichtfolie überzogenen Teller legen und gefrieren. Diese Zitronenscheiben kühlen das Getränk nicht nur, sondern geben ihm auch eine frisch-fruchtige Note und ein exotisches Aussehen.
Zitrone im Einsatz
3. Saftigere Zitronen
Zitronen geben beim Auspressen mehr Saft ab, wenn man sie vorher mit etwas Druck auf der Arbeitsfläche hin- und herrollt.
Zitrone im Einsatz
4. Zitrone komplett verwenden
Zitrone einfrieren und bei Bedarf etwas davon direkt auf die Speisen reiben. Den Rest der Zitrone kann man immer wieder in den Tiefkühler zurücklegen, bis er aufgebraucht ist.
Zitrone im Einsatz
5. So fällt Trinken leichter
Wasser lässt sich abwechslungsreich aromatisieren, zum Beispiel mit Kräuterzweigen oder mit Zitrusscheiben oder -schnitzen (z.B. Zitronen oder Limetten). Ingwerscheiben und Zitronengras bringen eine leicht exotische Note ins Wasser.

Natürlicher Feind der unangenehmen Gerüche

Natürlicher Feind der unangenehmen Gerüche
Wenns stinkt, hilft Zitronenschale oder Zitronensaft.
  • Stinkt der Abfalleimer, kann die Zitrone unangenehme Düfte vertreiben. Dazu die Zitrone halbieren und jeweils mit einer Hälfte den Eimer samt Deckel innen auswischen.
  • Gegen den Zwiebel-, Knoblauch- oder Fischgeruch an den Händen hilft es, die Hände mit Zitronensaft oder Zitronenschale abzureiben. Der Zitronensaft hemmt die Aktivität spezieller Enzyme. Dadurch entstehen weniger stark riechende Schwefelverbindungen.
  • Wenn man etwas Zitronenschale auf die Heizung legt, verbreitet sich in kurzer Zeit ein angenehmer Geruch im ganzen Haus.

Eine saubere Sache

Eine saubere Sache
Die Zitrone ist ein Tausendsassa: Sie riecht und schmeckt gut und lässt unsere Fensterscheiben strahlen.

Die Zitrone riecht und schmeckt nicht nur gut, sie ist auch ein natürliches Putz- und Aufhellmittel.

  • Gegen Braunfärbung: Das Vitamin C im Saft verhindert die Braunfärbung von Obst und Gemüse (Blumenkohl, Knollensellerie usw.).
  • Reinigt Glas: Zitronensaft sorgt für den klaren Durchblick. Gläser, Vasen oder Fensterglas lassen sich ganz einfach mit Zitronenwasser reinigen. Das Verhältnis von Zitronensaft und Wasser sollte 1 zu 10 betragen.
  • Ökologisch reinigen: Ein universelles, umweltfreundliches Reinigungsmittel kann wie folgt selbst zusammengestellt werden: 3 Liter heisses Wasser, 1 Esslöffel Soda, einige Minuten warten und dann Schmierseife zugeben, am Schluss Saft einer Zitrone zugeben. Kann auch in eine Sprühflasche abgefüllt werden, um bequem Oberflächen damit zu putzen.

Text: Marlène Gautschi, Ernährungsberaterin HF, Betty Bossi Koch-Center / Ernährungsberatung

3. Januar 2017