7 nicht ganz alltägliche Grilltipps

7 nicht ganz alltägliche Grilltipps

Wenn die Tage länger werden, dann ist der Sommer nicht mehr weit. Sommerzeit ist Grillzeit, gekocht wird fortan unter freiem Himmel! Damit dem heiteren Grillplausch nichts im Wege steht, haben wir für Sie ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt.

Richtig würzen

An der Fleischtheke sollten Sie nach einem gleichmässig mit Fett durchzogenen Stück Fleisch Ausschau halten. Für ganz viel Geschmack lohnt es sich, das Fleisch ein paar Stunden vor dem Grillieren zu marinieren, besser noch über Nacht. Wichtig: Marinaden sollten möglichst kein Salz enthalten, denn dieses entzieht dem Fleisch Flüssigkeit, wodurch es trocken wird. Und wer möchte schon auf einem Fleischstück herumkauen, das die Konsistenz einer Schuhsohle hat? Ausnahme: Marinaden, die erst kurz vor dem Grillieren verwendet werden.

Marinaden sollten möglichst kein Salz enthalten, denn dieses entzieht dem Fleisch Flüssigkeit, wodurch es trocken wird.
Marinaden sollten möglichst kein Salz enthalten, denn dieses entzieht dem Fleisch Flüssigkeit, wodurch es trocken wird.

Vorsicht beim Grillieren

Ein Grill kann sehr heiss werden, also halten Sie immer genügend Abstand, und üben Sie den Job als Grillmeister mit der nötigen Vorsicht aus. Lassen Sie beim Grillieren mit Holzkohle die Finger von flüssigen Anzündhilfen, dabei können Stichflammen entstehen. Besser sind rohrförmige Anzündkamine oder Brennpasten. Der falsche Umgang mit Brandbeschleunigern ist in der Schweiz die häufigste Ursache für Grillunfälle. Also haben Sie etwas Geduld und planen Sie zum Anfeuern genügend Zeit ein.

Wenn Sie einen Gasgrill haben, kontrollieren Sie regelmässig die Leitungen. Das geht gut mit Seifenwasser. Entstehen bei der Überprüfung Luftblasen, sollten sie dringend repariert werden.

Verbrennungen gehören zu den häufigsten Grillunfällen, daher sei immer Vorsicht geboten, wenn Sie hinter dem Grill stehen. Verzichten Sie auf flüssige Anzündhilfen, besser ist es mit rohrförmigen Anzündkaminen oder Brennpaste arbeiten.
Verbrennungen gehören zu den häufigsten Grillunfällen, daher sei immer Vorsicht geboten, wenn Sie hinter dem Grill stehen. Verzichten Sie auf flüssige Anzündhilfen, besser ist es mit rohrförmigen Anzündkaminen oder Brennpaste arbeiten.

Bier - ja, aber ...

Bier schmeckt nicht nur als kühlendes Getränk beim Grillieren, sondern auch in der Fleischmarinade. Die letzten Jahre entstand aber der Trend, das Fleisch während dem Grillieren mit Bier zu übergiessen, für noch mehr Biergeschmack. Hört sich verlockend an, ist aber unsinnig und erst noch ungesund: Das Bier wirbelt Asche auf, die aufsteigenden Rauchwolken enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die als krebserregend gelten. Ausserdem werden beim Übergiessen die Gewürze vom Fleisch gespült.

Gegen den Grillkoller

Wenn das Wetter über eine längere Zeitperiode schön ist, wird die Küche gerne permanent nach draussen verlegt. Doch jeden Tag Wurst und Steak? Da bekommt selbst der grösste Fleischtiger den Grillkoller. Damit es gar nicht erst so weit kommt, bringen Sie Abwechslung in Ihren Grillalltag! Variieren Sie das Steak und die Pouletspiesschen mit vegetarischen oder veganen Alternativen. Auch Gemüse und Tofu vom Grill schmecken wunderbar.

Oder wie wärs mit einem Dessert vom Grill? Von Ananas, Apfel, Banane über Erdbeeren bis hin zur Mango kann alles gegrillt werden, was die bunte Früchte- und Beerenwelt so hergibt. Alles in kleine Stückchen schneiden und aufspiessen. Kleine Früchte und Beeren nicht halbieren, sondern als Ganzes aufspiessen. Als Alternative, statt dem üblichen Holzspiess, einen Rosmarinzweig nehmen, für den besondersn Geschmack.  Dank ihrem hohen Wasseranteil verbrennen Früchte nicht so schnell auf dem Grill. Zur Sicherheit die Spiesschen aber auf ein Stück Alufolie legen, und hin und wieder mit wenig Öl beträufeln. So bleibt auch garantiert nichts kleben. Immer schön wenden und dann mit einer Kugel Vanilleglace geniessen, mmh...!

Damit man nicht den Grillkoller bekommt, immer wieder neue Sachen ausprobieren. Auch Fruchtspiesschen schmecken wunderbar.
Damit man nicht den Grillkoller bekommt, immer wieder neue Sachen ausprobieren. Auch Fruchtspiesschen schmecken wunderbar.

Resten essen

War der Hunger dann doch nicht ganz so gross wie die Fleischauswahl auf dem Grill, kann es nach dem Grillplausch schon mal zu einem Fleischberg an Resten kommen. Bereits grilliertes Fleisch schmeckt auch noch am nächsten oder übernächsten Tag. Da das Fleisch am Folgetag oft etwas ausgetrocknet ist, sollte das Resten-Grillfleisch mit möglichst frischen und feuchten Zutaten serviert werden. Wie wärs mit einem Couscous- oder Pastasalat mit frischem Gemüse und dem klein geschnittenen Grillfleisch? Oder laden Sie zur Fiesta Mexicana: Wraps und Tortillas mit frischen Gemüsestückchen und dem klein geschnittenen Restfleisch füllen. Dazu ein feiner Dip - wir wünschen en Guete!

Wenn noch ein Fleischberg vom Grillabend übrig ist, laden Sie zur Fiesta Mexicana!
Wenn noch ein Fleischberg vom Grillabend übrig ist, laden Sie zur Fiesta Mexicana!

Wie frisch gewaschen

Wenn Sie nach dem Grillfest nicht selber wie ein Cervelat riechen möchten, können Sie Ihre Kleider mit einem Essig-Wasser-Gemisch einsprühen. Einfach ein kleines Sprühfläschchen je zur Hälfte mit Essig und Wasser füllen, gut durchschütteln - und fertig ist das Zaubermittel.

Wenn es nicht ganz so husch husch gehen muss: Nach dem warmen Vollbad das Badewasser nicht direkt auslaufen lassen. Die Kleider über der vollen Badewanne für 20 bis 30 Minuten aufhängen, ideal ist, wenn es noch Dampf im Badezimmer hat. Danach die feuchten Kleider im Trockner oder an der Sonne trocknen lassen. Auch besonders empfindliche Näschen werden den Grillgeruch nicht mehr riechen können.

Damit Sie nach dem Grillplausch nicht selber wie ein Cervelat riechen, gibt es ein paar einfache Tricks.
Damit Sie nach dem Grillplausch nicht selber wie ein Cervelat riechen, gibt es ein paar einfache Tricks.

Kein Frust beim Putzen

Nach dem Grillplausch ist vor dem Grillplausch. Zu den besonders mühsamen Arbeiten gehört das Abwaschen des Grillrostes. Ums Schrubben kommt man nicht ganz herum, es gibt aber viele Tricks, wie sich der Schmutz leichter entfernen lässt.
 

  • Wenn Sie auf einer Wiese grillieren, einfach den ausgekühlten Grillrost über Nacht ins nasse Gras legen. Tau und Feuchtigkeit weichen die Verkrustung auf, sodass der Schmutz am nächsten Tag leichter entfernt werden kann. Achtung: Der Grillrost sollte natürlich ausgekühlt sein, bevor er ins Gras gelegt wird.
  • Oder darf es ein bisschen Kaffee sein? Gönnen Sie nicht nur sich, sondern auch Ihrem Grill zum Abschluss der Mahlzeit etwas Kaffee. Stellen Sie eine Tasse davon zur Seite. Sobald der Kaffee – und auch der Grillrost – abgekühlt ist, den Kaffee darüber giessen. Die Fettkrusten lösen sich danach fast wie von selbst.
  • Nehmen Sie eine Zwiebelhälfte und reiben Sie die Unterseite über den verschmutzten Grill, auch damit wird sich der Schmutz leichter entfernen lassen.


Wenn Kaffee, Tau oder Zwiebel nicht helfen, dann ganz sicher der Backofenreiniger. Einfacher hat es, wer mit einem Gas- oder Elektrogrill grilliert, die sind leichter zu reinigen, weil sie meist eine Auffangwanne für Fett haben.

Text: Christine Buschor

4. April 2017

Dank einfachen Tipps und Tricks fällt das Putzen des Grillrostes viel leichter.
Dank einfachen Tipps und Tricks fällt das Putzen des Grillrostes viel leichter.